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Dr. Christina Elberg

Dr. Christina Elberg

ist seit Juni 2015 Geschäftsführerin von ewi ER&S. Zuvor war Frau Elberg zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin und anschließend in leitender Funktion im Projektgeschäft des EWI tätig. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Marktdesign, Regulierung und Strommarktanalysen.

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Lebenslauf

Studien

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kurzstudie: Flexibilitätspotenzial von Haushalten zur netzdienlichen Reduktion von Nachfragespitzen

Zukünftig könnte ein verstärkter Einsatz von Wärmepumpen und Elektroautos in den Sektoren Gebäude und Verkehr neue Anforderungen an den Netzausbau und den Netzbetrieb stellen, insbesondere in der Niederspannung. Der verstärkte Einsatz von Wärmepumpen und Elektroautos hat dabei Einfluss auf die nachgefragte Strommenge sowie auf die zeitliche Struktur der Stromnachfrage. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Flexibilitätspotenziale in Haushalten zukünftig kostengünstig genutzt werden könnten.

Im Rahmen dieser Studie wird das netzdienliche Flexibilitätspotenzial unterschiedlicher Haushaltstypen analysiert. Im Fokus stehen dabei die Kosten der Flexibilität in solchen Zeitfenstern, die für Niederspannungsnetze potenziell kritisch sind. Die Untersuchung erfolgt mit Hilfe des ewi ER&S Modells zur Analyse des Konsumentenverhaltens (COMODO) und analysiert die Flexibilitätspotenziale für das Jahr 2030.

Auftraggeber: Deutsche Energie-Agentur (dena)

dena-Leitstudie Integrierte Energiewende – Zwischenfazit

Entsprechend der Zielsetzung der deutschen Energie- und Klimapolitik sollen die Emissionen von Treibhausgasen bis 2050 gegenüber 1990 um 80 bis 95 Prozent sinken. Dieses Ziel beruht auf den Beschlüssen der Pariser Klimakonferenz, nach denen die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad, besser auf 1,5 Grad begrenzt werden soll. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat deshalb im Februar 2017 mit über 50 Partnern aus verschiedenen Branchen die dena-Leitstudie Integrierte Energiewende initiiert. Die Studie ist in die vier Studienmodule „Energieerzeugung und -verteilung“, „Gebäude“, „Industrie“ und „Mobilität“ aufgeteilt. Dabei werden die zur Deckung der Energiebedarfe notwendigen Infrastrukturen – Strom-, Gas- und Wärmenetze sowie die Infrastrukturen für flüssige Energieträger – über die Modulgrenzen hinweg gemeinsam betrachtet. Das Ziel der Leitstudie ist, Lösungen und Rahmenbedingungen für ein optimiertes, nachhaltiges Energiesystem bis 2050 zu identifizieren und realistische Gestaltungsmöglichkeiten in vier Sektoren mit zahlreichen Unterbranchen zu analysieren. ewi ER&S ist wissenschaftlicher Hauptgutachter der dena-Leitstudie.

Auftraggeber: ewi ER&S

Disruptive Potential in the German Electricity System – an Economic Perspective on Blockchain

Der Wirbel um Blockchain zeichnete düstere Zukunftsszenarien für Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Die Kurzstudie „Disruptive Potential in the German Electricity System – an Economic Perspective on Blockchain“ zeigt, dass Blockchain und andere Plattformen aktuell kein disruptives Potenzial im Peer-to-Peer Handel von Strom zwischen Prosumenten und Konsumenten hat. Zwar stehen Plattformen für Peer-to-Peer Stromhandel (z.B. mittels Blockchain) keinen organisatorischen oder regulatorischen Hürden gegenüber, allerdings behindern Steuern und Umlagen auf Endverbraucherpreisen die wirtschaftliche Anwendung von Peer-to-Peer Transaktionen. Weitere Kosten für die technologisch bedingte Dezentralität benachteiligen öffentliche Blockchain Plattformen zusätzlich.

Auftraggeber: E.ON Climate & Renewables North America

Germany’s Wind and Solar Deployment 1991-2015

Im Rahmen einer Forschungskooperation mit der Stanford Universität erarbeitete das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) die Case Study ‚Germany’s Wind and Solar Deployment 1991-2015 – Facts and Lessons Learnt‘ zur Energiewende in Deutschland. Als zentrales Element der Energiewende gilt der Ausbau von Wind- und PV-Kapazitäten in Deutschland, wobei die der EU kommunizierten nationalen EE-Ausbauziele (NREAP) bisher übertroffen wurden. Dies basierte auf einem großzügigen und für Investoren risiko-minimierenden Fördersystem (EEG) sowie vorteilhaften Netzanschlußbedingungen – trotz vergleichsweise mäßig vorhandenen natürlichen Ressourcen, speziell für PV. Gleichzeitig stellen die Kosten des Fördersystems eine Herausforderung dar. Eine weitere erfolgreiche Systemintegration erneuerbarer Energien bedarf zusätzlicher System-Flexibilität, einer Stärkung des europäischen Strombinnenmarkts sowie Anpassungen im Marktdesign. Hierbei stellen die beiden in dieser Vergleichsstudie mitbetrachteten U.S.-Bundesstaaten Kalifornien und Texas interessante Best-Practice Beispiele für kurzfristigere Handelsfristen auf den Strommärkten sowie regionalisierte Preissignale dar.

Auftraggeber: E.ON Climate & Renewables North America

Solar and Wind Deployment: A Comparison of Experiences in Germany, California and Texas

Angesichts der globalen Klimawandelproblematik verfolgen Deutschland wie auch die zwei U.S.-Bundesstaaten Kalifornien und Texas Dekarbonisierungsstrategien auf Basis erneuerbarer Energien, welche mit unterschiedlichen Policy-Instrumenten verfolgt werden. Die im Rahmen einer Forschungskooperation mit der Stanford Universität vom Energiewirtschaftlichen Institut (EWI) erarbeitete Vergleichsstudie ‚Solar and Wind Deployment: A Comparison of Experiences in Germany, California and Texas – Facts and Brief Analysis‘ zeigt auf, dass der Ausbau von Wind und PV in Deutschland vergleichsweise schnell mit nicht zu vernachlässigbaren Kosten erfolgt ist und dass die beiden U.S.-Märkte die Investitionsbedingungen für Wind und PV durch dreierlei Maßnahmen verbessern könnten: 1. Reduktion von institutionellen Hemmnissen und Transaktionskosten, 2. Einführung eines CO2-Preises (Texas) oder Erhöhung des CO2-Preises (Kalifornien), 3. die Einführung spezifischer Förderung für Wind und PV, falls stichhaltige zusätzliche Gründe für eine technologie-spezifische Förderung bestehen.

Förderer: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Untersuchungen zu einem zukunftsfähigen Strommarktdesign

In dieser umfangreich rezipierten und kommentierten Studie beschäftigt sich das EWI mit Notwendigkeiten für Reservekapazitäten in einem Stromsystem mit einem hohen EE-Anteil. Verschiedene Kapazitätsmechanismen werden als Alternative zum „Energy Only“-Markt diskutiert und ein detailliertes Modell für einen technologieneutralen Kapazitätsmarkt für Deutschland vorgestellt.

Projekte

Vorgaben und Umsetzung des Unbundlings in Deutschland
Changes to Regulation (EC) 714/2009 – How to use congestion revenues from interconnectors?
Workshop Netzentgeltsystematik
Die Energiewende im Spannungsfeld zwischen Regionalisierung und Zentralisierung
Consequences of German Bidding Zones
Impacts of further Single Electricity Market reform and integration on Great Britain and the European Union
Studie zur Prognose der Preise und Mengen am Sekundärregelleistungsmarkt
Regionale Maßnahmen zur Netzstabilisierung und Kapazitätssicherung
Potenziale für Demand Side Management in der chemischen Industrie am Beispiel der Chlor-Alkali-Elektrolyse
Study on Demand Side Flexibility in Germany within the Next Decade
Untersuchung aktueller Trends im Strommarkt und der damit verbundenen Auswirkungen für die Wirtschaftlichkeit von Pumpspeichern

Working Papers

Solar and Wind Deployment: A Comparison of Experiences in Germany, California and Texas.

Marc Oliver Bettzüge, Christina Elberg, Felix Höffler, Jakob Peter
Dezember 2015
[PDF-Download]

Germany’s Wind and Solar Deployment 1991 – 2015

Marc Oliver Bettzüge, Christina Elberg, Felix Höffler, Jakob Peter
Dezember 2015
[PDF-Download]

Cross-Border Effects of Capacity Mechanisms in Electricity Markets

Christina Elberg
Juli 2014
[PDF-Download]

Capacity Mechanisms and Effects on Market Structure

Christina Elberg, Sebastian Kranz
Februar 2014
[PDF-Download]

Spatial dependencies of wind power and interrelations with spot price dynamics

Christina Elberg, Simeon Hagspiel
Juni 2013
[PDF-Download]

Zeitschriften

Spatial Dependencies of Wind Power and Interrelations with Spot Price Dynamics.

Christina Elberg, Simeon Hagspiel; 2015
In: European Journal of Operational Research, Vol. 241 (1), pp. 260-272.
[Link]

Versorgungssicherheit marktkonform gewährleisten

Christina Elberg, Jan Richter; 2012
In: ew – Magazin für die Energiewirtschaft, Vol. 111 (19).

Dissertationen

Essays on the Economics of Electricity Markets

2014
[Link]