Team

Amelie Sitzmann, M.Sc.

Amelie Sitzmann

ist seit 2016 Research Associate bei ewi ER&S und Doktorandin am Energiewirtschaftlichen Institut (EWI) an der Universität zu Köln. In Beratungsprojekten für Auftraggeber aus der Industrie und dem öffentlichen Sektor untersuchte sie beispielsweise die Potenziale von flexibilisierten Produktionsprozessen zur Synchronisierung des Energieangebots mit dem Energiebedarf der deutschen Industrie. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Strommarktdesign, Marktregulierung und Integration erneuerbarer Energien. Vor ihrer Zeit bei ewi ER&S studierte Amelie Sitzmann Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln und der Universität Mannheim sowie der University of California, Berkeley (USA) und der University of Nottingham (Großbritannien).

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Lebenslauf

Studien

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kurzstudie: Flexibilitätspotenzial von Haushalten zur netzdienlichen Reduktion von Nachfragespitzen

Zukünftig könnte ein verstärkter Einsatz von Wärmepumpen und Elektroautos in den Sektoren Gebäude und Verkehr neue Anforderungen an den Netzausbau und den Netzbetrieb stellen, insbesondere in der Niederspannung. Der verstärkte Einsatz von Wärmepumpen und Elektroautos hat dabei Einfluss auf die nachgefragte Strommenge sowie auf die zeitliche Struktur der Stromnachfrage. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Flexibilitätspotenziale in Haushalten zukünftig kostengünstig genutzt werden könnten.

Im Rahmen dieser Studie wird das netzdienliche Flexibilitätspotenzial unterschiedlicher Haushaltstypen analysiert. Im Fokus stehen dabei die Kosten der Flexibilität in solchen Zeitfenstern, die für Niederspannungsnetze potenziell kritisch sind. Die Untersuchung erfolgt mit Hilfe des ewi ER&S Modells zur Analyse des Konsumentenverhaltens (COMODO) und analysiert die Flexibilitätspotenziale für das Jahr 2030.

Auftraggeber: ARGE Netz

Ökonomische Bewertung des Marktentwicklungsmodells

Zur Erweiterung der bestehenden Vermarktungsmöglichkeiten von EE-Strom schlagen der Bundesverband Windenergie (BWE) und ARGE Netz das Marktentwicklungsmodell vor. Dieser Gesetzesänderungsvorschlag soll innerhalb des EEG die direkte Vermarktung von EE-Strom vom EE-Anlagenbetreiber an den Letztverbraucher ermöglichen und außerdem die nachweisliche Gleichzeitigkeit von Erzeugung und Verbrauch (Verwertbarkeit) sicherstellen. ewi ER&S untersucht die ökonomischen Auswirkungen des Marktentwicklungsmodells.
Für Letztverbraucher schafft das Marktentwicklungsmodell eine Möglichkeit, ihre Präferenz und die daraus entstehende Zahlungsbereitschaft für verwertbaren EE-Strom zum Ausdruck zu bringen und diesen zu beziehen. EE-Anlagen bietet sich dann eine bessere Vermarktungsmöglichkeit. Wenn Erzeugung und Verbrauch in räumlicher Nähe zueinander stehen, können die Netze entlastet werden. Das EEG-Konto wird durch das Marktentwicklungsmodell kostenseitig nicht zusätzlich belastet; es kann sogar zu Entlastungen kommen.

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Ausgangsbedingungen für die Vermarktung von Nachfrageflexibilität – Status-Quo-Analyse und Metastudie

Die Studie von ewi ER&S, Fraunhofer FIT und FIM ist Teil des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes SynErgie zur Befähigung der energieintensiven Industrien in Deutschland, die Stromnachfrage dem zunehmend fluktuierenden Stromangebot anzupassen. Diese Studie beschreibt zunächst die Grundlagen des Strommarktdesigns und des gesetzlichen Rahmens. Dabei wird stets der Bezug zur Anwendung auf Industrieprozesse genommen und potenzielle Hemmnisse der Partizipation flexibler Nachfrageprozesse aufgearbeitet. Die Analyse dient der clusterübergreifenden Information über den Status Quo der Marktstrukturen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus analysieren die Projektpartner wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Nachfrageflexibilität und bereiten diese in einer umfassenden Metastudie auf.

Projekte

Auswirkungen einer CO2-Bepreisung auf Endverbraucher
Vorgaben und Umsetzung des Unbundlings in Deutschland
Kurzuntersuchung für ein Energieversorgungsunternehmen