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Neue ewi ER&S Studie: Nord Stream 2 ermöglicht niedrigere Strompreise in der EU

Im Auftrag von Nord Stream 2 hat ewi ER&S die Effekte der Nord Stream 2 Pipeline auf die europäischen Großhandelsstrompreise untersucht. Die Studie zeigt, dass in einem LNG-Niedrigpreisszenario die europäischen Strompreise um 2,2 bis 4,3 €/MWh (-5 % bis -8 %) niedriger wären. In einem LNG-Hochpreisszenario wären die Strompreise um 6,5 bis 10,7 €/MWh (-12 % bis -16 %) niedriger. Die geringeren Preise führen zu einer jährlichen Entlastung der europäischen Konsumenten um 7 bis 15 Mrd. € pro Jahr im LNG-Niedrigpreis- beziehungsweise 21 bis 35 Mrd. € pro Jahr im LNG-Hochpreisszenario. [Studie (englisch)] [Executive Summary (englisch)] [Pressemitteilung]

ewi ER&S untersucht Marktentwicklungsmodell

28. September 2018 | ewi ER&S wurde von ARGE Netz mit einer ökonomischen Analyse des Marktentwicklungsmodells beauftragt und untersucht in dieser Studie die Auswirkungen einer Einführung des Marktentwicklungsmodells auf verschiedene Akteursgruppen. Zur Erweiterung der bestehenden Vermarktungsmöglichkeiten von EE-Strom schlagen der Bundesverband Windenergie und ARGE Netz das Marktentwicklungsmodell vor. Dieser Gesetzesänderungsvorschlag soll innerhalb des EEG die direkte Vermarktung von EE-Strom vom EE-Anlagenbetreiber an den Letztverbraucher ermöglichen und außerdem die nachweisliche Gleichzeitigkeit von Erzeugung und Verbrauch (Verwertbarkeit) sicherstellen. Für Letztverbraucher schafft das Marktentwicklungsmodell eine Möglichkeit, ihre Präferenz für verwertbaren EE-Strom zum Ausdruck zu bringen und diesen zu beziehen. Die daraus entstehende Zahlungsbereitschaft der Letztverbraucher ermöglicht es den EE-Anlagen, ihren verwertbaren EE-Strom besser zu vermarkten. Durch den bilateralen Vertrag mit der EE-Anlage hat der Letztverbraucher im Marktentwicklungsmodell einen Anreiz, seinen Verbrauch auf das Erzeugungsprofil der EE-Anlage abzustimmen. Wenn Erzeugung und Verbrauch in räumlicher Nähe zueinander stehen, können so auch die Netze entlastet werden. Das EEG-Konto wird durch das Marktentwicklungsmodell kostenseitig nicht zusätzlich belastet; es kann sogar zu Entlastungen kommen. Da außerdem der Börsenpreis in den meisten Fällen vom Marktentwicklungsmodell nicht beeinflusst wird, werden die übrigen Letztverbraucher monetär mindestens gleichgestellt. [Studie]

In eigener Sache: ewi ER&S Geschäftsführer Dr. Harald Hecking wechselt in die Industrie

25. September 2018 | Dr. Harald Hecking (34), Geschäftsführer von ewi ER&S, wechselt zum 15. Oktober in den Innovationsbereich beim Energiekonzern Uniper in Düsseldorf. Die Trennung vom EWI erfolgt auf seinen Wunsch und in bestem Einvernehmen mit den Gremien des Instituts. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für Dr. Hecking wird gesucht. Dr. Hecking leitet ewi ER&S seit Juni 2015 in einer Doppelspitze mit Dr. Christina Elberg. Besondere Aufmerksamkeit erlangte er jüngst unter anderem als wissenschaftlicher Hauptgutachter für die dena-Leitstudie „Integrierte Energiewende“. [Pressemitteilung]

dena legt Leitstudie Integrierte Energiewende vor – ewi ER&S ist wissenschaftlicher Hauptgutachter

4. Juni 2018 | Deutschland kann seine Treibhausgasminderungsziele von 80 Prozent und auch 95 Prozent bis 2050 mit erhöhten Anstrengungen in allen Sektoren erreichen. Dazu müssen der Ausbau und die Integration erneuerbarer Energien forciert, der Endenergieverbrauchs durch umfassende Energieeffizienzanstrengungen gesenkt und synthetische erneuerbare Energieträger in großem Umfang eingesetzt werden. Ein breiter Technologie- und Energieträgermix ermöglicht dabei eine kostengünstigere und robustere Transformation des Energiesystems, als ein verstärktes Setzen auf strombasierte Anwendungen. Dies sind zentrale Erkenntnisse aus der Leitstudie Integrierte Energiewende der Deutsche Energie-Agentur (dena), die Impulse für die Gestaltung des Energiesystems bis 2050 geben will. ewi ER&S ist wissenschaftlicher Hauptgutachter der Studie. [Studie] [Pressemitteilung des Auftraggebers]