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Dr. Joachim Bertsch

Dr. Joachim Bertsch

ist seit 2015 Manager bei ewi ER&S. Sein Aufgabenbereich umfasst die Akquise, Leitung und Durchführung von Anwendungsforschungs- und Beratungsprojekten. Außerdem beschäftigt er sich mit dem Transfer neuer wissenschaftlicher Methoden in die praktische Anwendung und der darauf aufbauenden Entscheidungsunterstützung für Unternehmen. In Anwendungsforschungs- und Beratungsprojekten für Auftraggeber aus der Industrie und dem öffentlichen Sektor analysierte er beispielsweise die Auswirkungen der Blockchain-Technologie, die Vereinheitlichung der Netzentgelte, (industrielle) Flexibilität und darauf bezogene Geschäftsmodelle in Strommärkten oder die Entwicklung von Elektromobilität in Deutschland. Er beriet u. a. Amprion, die Internationale Energieagentur, kommunale Versorgungsunternehmen und große Energiekonzerne. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Industrie- und Energieökonomik sowie Modellierung von Elektrizitätsmärkten. Vor seiner Zeit als Manager bei ewi ER&S war Joachim Bertsch als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Energiewirtschaftlichen Institut (EWI) an der Universität zu Köln tätig. 2016 promovierte er am EWI mit einer Arbeit zum Thema „Marktdesign und Regulierung in Elektrizitätssystemen“. Zuvor studierte er Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim und an der Universidad Politécnica de Valencia (Spanien).

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Lebenslauf

Studien

Förderer: Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW)

Abschlussbericht: Die Rolle von Power-to-Gas im Kontext der Energiewende

Die vorliegende Studie untersucht aus ökonomischer Perspektive, welche Rolle die PtG Technologie als Schlüsseltechnologie für die einzelnen Sektoren (Strom-, Wärme- und Verkehrssektor) und auch deren Verbindung haben kann. Zu den PtG-Einsatzmöglichkeiten im Rahmen der Analyse zählen die chemische Speicherung und die Nutzung von PtG-Gasen in der Industrie, die (potentielle) Vermeidung von HGÜ-Stromnetzausbau durch PtG-Anlagen, die Nutzung von Power-to-Heat (PtH) im Wärmemarkt und die weitere Umwandlung von PtG-Gasen zu flüssigen Kraftstoffen (PtGtL) im Straßenverkehrssektor.

Auftraggeber: ewi ER&S und EY

Regionale Marktpotenziale sektorübergreifender Energiedienstleistungen

In dieser Studie werden die Marktpotenziale der sektorübergreifenden Energiedienstleistungen Mieterstrom, Batteriespeicher und Elektromobilität analysiert. Im Fokus stehen dabei die regionalen Unterschiede. Die Möglichkeiten für Energiedienstleistungen für Unternehmen werden zunächst allgemein beschrieben und anschließend spezifische Modelle und Use Cases für die drei genannten Dienstleistungen dargestellt. Anschließend wird das Marktpotenzial für die kommenden Jahre für Deutschland insgesamt sowie regional, teilweise bis auf Postleitzahlenebene, ermittelt. Dabei zeigt sich, dass je nach Energiedienstleistung das Marktpotenzial regional sehr unterschiedlich ausfällt. Dies hängt von den zugrundeliegenden Faktoren wie beispielsweise Bevölkerungs- oder PKW-dichte und Verbreitung von Photovoltaik-Anlagen ab. Für Unternehmen ergeben sich dadurch, je nachdem in welcher Region sie aktiv sind, unterschiedliche strategische Implikationen für ihr Portfolio an Energiedienstleistungen.

Auftraggeber: ewi ER&S

Disruptive Potential in the German Electricity System – an Economic Perspective on Blockchain

Der Wirbel um Blockchain zeichnete düstere Zukunftsszenarien für Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Die Kurzstudie „Disruptive Potential in the German Electricity System – an Economic Perspective on Blockchain“ zeigt, dass Blockchain und andere Plattformen aktuell kein disruptives Potenzial im Peer-to-Peer Handel von Strom zwischen Prosumenten und Konsumenten hat. Zwar stehen Plattformen für Peer-to-Peer Stromhandel (z.B. mittels Blockchain) keinen organisatorischen oder regulatorischen Hürden gegenüber, allerdings behindern Steuern und Umlagen auf Endverbraucherpreisen die wirtschaftliche Anwendung von Peer-to-Peer Transaktionen. Weitere Kosten für die technologisch bedingte Dezentralität benachteiligen öffentliche Blockchain Plattformen zusätzlich.

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Ausgangsbedingungen für die Vermarktung von Nachfrageflexibilität – Status-Quo-Analyse und Metastudie

Die Studie von ewi ER&S, Fraunhofer FIT und FIM ist Teil des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes SynErgie zur Befähigung der energieintensiven Industrien in Deutschland, die Stromnachfrage dem zunehmend fluktuierenden Stromangebot anzupassen. Diese Studie beschreibt zunächst die Grundlagen des Strommarktdesigns und des gesetzlichen Rahmens. Dabei wird stets der Bezug zur Anwendung auf Industrieprozesse genommen und potenzielle Hemmnisse der Partizipation flexibler Nachfrageprozesse aufgearbeitet. Die Analyse dient der clusterübergreifenden Information über den Status Quo der Marktstrukturen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus analysieren die Projektpartner wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Nachfrageflexibilität und bereiten diese in einer umfassenden Metastudie auf.

Auftraggeber: Amprion GmbH

Kurzstudie: Bundesweite Vereinheitlichung von Netzentgelten auf Übertragungsnetzebene

ewi ER&S quantifiziert in einer Kurzstudie die Auswirkungen einer bundesweiten Vereinheitlichung von Netzentgelten auf Übertragungsnetzebene.

Auftraggeber: Bundesverband Braunkohle

Auswirkungen von deutschen CO2-Vermeidungszielen im europäischen Strommarkt

Endbericht des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI).

Auftraggeber: Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.

Trendstudie Strom 2022 – Belastungstest für die Energiewende

Diese Studie liefert erstmals eine umfassende Analyse der Energiewende. Hier werden zentrale Einflussgrößen der Energiewende hinsichtlich ihrer Wirkung auf die energiepolitischen Zielkategorien Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit geprüft.

Auftraggeber: Internationale Energieagentur

Flexibility options in European electricity markets in high RES-E scenarios

Ziel des Projekts ist die Quantifizierung des Flexibilitätsbedarfs sowie eine ökonomische Bewertung der verschiedenen Flexibilitätsoptionen hinsichtlich ihrer kurzfristigen bzw. langfristigen Grenzkosten im Zeitverlauf bis 2050. Des Weiteren erfolgt eine Abschätzung möglicher Erlöse bzw. Gewinne dieser Flexibilitätsoptionen.

Projekte

Szenarien zur Entwicklung der Elektromobilität
E-Mobility: Infrastruktur an der Schnittstelle von Automobil- und Energiewirtschaft
Regionale Be- und Entlastungen einer bundesweiten Vereinheitlichung von Netzentgelten auf Übertragungsnetzebene
Langfristige stochastische Erlösermittlung
Verkauf des Modells MORE
Workshop Netzentgeltsystematik
Modellierungsexpertise für die marokkanische Regierung
Preisprojektionen für den Schweizer Day-Ahead Markt bis 2040
Analyse von Netzausbaumaßnahmen und Einflussfaktoren für Verzögerungen in Deutschland
Versorgungssicherheit Erdgas 2023 – der Beitrag von Erdgasspeichern
Preisprojektionen Day-Ahead bis 2050
Förderinitiative Energiespeicher
Erlösanalyse eines GuD-Kraftwerks – Einfluss der Maßnahmen des Eckpunkte-Papiers „Strommarkt“
Erlösbetrachtung eines GuD-Kraftwerks mit Monte-Carlo-Simulation
Technical Potential of Demand Side Management in Europe and Turkey
Simulation von Kraftwerkseinsatz und Redispatch in Deutschland auf Basis von PTDF-Matrizen für den Zeithorizont 2015 bis 2020
Potenziale für Demand Side Management in der chemischen Industrie am Beispiel der Chlor-Alkali-Elektrolyse
Study on Demand Side Flexibility in Germany within the Next Decade

Working Papers

The relevance of grid expansion under zonal markets.

Joachim Bertsch, Tom Brown, Lisa Just, Simeon Hagspiel
Dezember 2015
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Regulation of non-marketed outputs and substitutable inputs.

Joachim Bertsch, Simeon Hagspiel
Dezember 2015
[PDF-Download]

Is an inefficient transmission market better than none at all? On zonal and nodal pricing in electricity systems.

Joachim Bertsch
November 2015
[PDF-Download]

Congestion management in power systems – Long-term modeling framework and large-scale application

Joachim Bertsch, Simeon Hagspiel, Lisa Just
Juni 2015
[PDF-Download]

Flexibility in Europe’s power sector – an additional requirement or an automatic complement?

Joachim Bertsch, Christian Growitsch, Stefan Lorenczik, Stephan Nagl
Juni 2013
[PDF-Download]

Zeitschriften

Regulation of Non-Marketed Outputs and Substitutable Inputs

Joachim Bertsch, Simeon Hagspiel; 2018
In: Journal of Regulatory Economics, Vol. 53 (2), pp. 174-205.
[Link]

The Relevance of Grid Expansion under Zonal Markets

Joachim Bertsch, Tom Brown, Simeon Hagspiel, Lisa Just; 2017
In: The Energy Journal, Vol. 38 (5), doi:10.5547/01956574.38.5.jber.
[Link]

Congestion Management in Power Systems – Long-term Modeling Framework and Large-scale Application

Joachim Bertsch, Simeon Hagspiel, Lisa Just; 2016
In: Journal of Regulatory Economics, Vol. 50, pp. 290 - 327, doi:10.1007/s11149-016-9310-x.

Test Your Invest! – Simulationsspiel auf dem BDEW-Kongress 2016

Joachim Bertsch, Lisa Just, Christian Tode; 2016
In: ew - Magazin für die Energiewirtschaft, Vol. 9/2016, pp. 22-24.

CO2-Vermeidungsziele für den deutschen Stromsektor im europäischen Kontext

Joachim Bertsch, Dietmar Lindenberger, Martin Paschmann, Johannes Wagner; 2016
In: VIK Mitteilungen, Vol. 1|2016, pp. 23-26.

Flexibility in Europe’s Power Sector – an Additional Requirement or an Automatic Complement?

Joachim Bertsch, Christian Growitsch, Stefan Lorenczik, Stephan Nagl; 2016
In: Energy Economics, Vol. 53, pp. 118-131.
[Link]

Auswirkungen von deutschen CO2-Vermeidungszielen im europäischen Strommarkt

Joachim Bertsch, Dietmar Lindenberger, Martin Paschmann, Johannes Wagner; 2015
In: et – Energiewirtschaftliche Tagesfragen, Vol. 65 (9), pp. 33-36.
[Link]

Effekte nationaler Emissionsminderungsziele im europäischen Strommarkt – Eine modellbasierte Analyse für Deutschland

Joachim Bertsch, Dietmar Lindenberger, Martin Paschmann, Johannes Wagner; 2015
In: Zeitschrift für Energiewirtschaft, Vol. 39 (3), pp. 163-170.
[Link]

Dissertation

Essays on market design and regulation in electricity systems

2016
[Link]